Konzept

Unsere Kurse bieten durch die Möglichkeit der Abbildung von Versorgungsketten eine zukunftsweisende Erweiterung der etablierten Simulationstrainingsformate.

Inhaltliche Schwerpunkte der Simulationskurse sind

  • das Training akut- und notfallmedizinischer Versorgungsstrategien und -techniken für medizinisches Personal aus den unterschiedlichen Bereichen

  • die Vermittlung des Stellenwertes des Human Factor sowie der Techniken des Crew bzw. Team Resource Management zur Fehlervermeidung und zur Optimierung der Patientensicherheit

Ein besonderer Focus in unserem Simulationskonzept liegt auf der Darstellung von Schnittstellen zwischen verantwortlichen Teams oder Institutionen z. B. beim Patiententransport oder der Patientenübergabe. Diese Situationen stellen häufig einen kritischen und komplikationsträchtigen Punkt in der Versorgung eines Patienten dar. Informationsverlust, Diskontinuität von Monitoring und Therapie, Wechsel von medizinisch-technischem Gerät und Interaktionsprobleme zwischen den handelnden Personen sind typische Faktoren, die Fehler induzieren.

Daher kann in unserem Simulationszentrum nicht nur die Behandlung des Patienten an einem Ort durch ein Team simuliert werden, sondern es besteht auch die Möglichkeit, komplexe Versorgungsketten über mehrere ineinander greifende Behandlungsphasen durch wechselnde und miteinander interagierende Teams darzustellen ("Patient in Bewegung").

Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise die Behandlung eines polytraumatisierten Patienten von der Primärversorgung am Unfallort über die Transportphase im Notarztwagen und die Diagnostik im Schockraum bis hin zur Übernahme auf die Intensivstation oder die Verlegung in den Operationssaal dargestellt werden kann.

komplette Versorgungskette

Ebenso ist es möglich, den Interhospitaltransfer eines kritischen kranken Patienten von einer abgebenden Intensivstation über die Verlegung in einem Intensivtransporthubschrauber bis zur Weiterversorgung in einer Spezialabteilung zu simulieren.

Interhospitaltransfer

Ein weiteres Arbeitsumfeld, für das ebenso ein erheblicher Trainingsbedarf festgestellt werden kann ist der innerklinische Transport von kritisch kranken Patienten. Beispielhaft seien hier Transporte von Intensivstation in eine Funktionsabteilung oder Transporte postoperativ beatmungspflichtiger Patienten auf die Intensivstation genannt.

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